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andré puchta
 
 
 

Mein Brieffreund, der Ostfriese!

Ostfriesen gelten seit jeher als wetterfest, eigenwillig und gesellig. Sie leben ihre Sitten und Bräuche – und bewirten jeden, der ihr Haus aufsucht, mit einem Tee. Mein Brieffreund Edo (seit nunmehr 23 Jahren) ist so einer und er bringt weltweit Licht ins Dunkel.

Als ich 1994 als unwissender 11-Jähriger eine Flaschenpost in die fränkische Saale warf, vermutete ich Ostfriesland irgendwo zwischen den Cayman Islands in der Karibik und Schlumpfhausen im Verwunschenen Land. Umso überraschter waren meine Eltern, als einige Wochen später eine Postkarte aus der 702 Kilometer entfernten Stadt Norden in Niedersachsen einflatterte:

 
 

Foto: Privat

 
 

„Hallo André! Ich habe Deine Flaschenpost gefunden! Ich heiße Edo Kriegsmann, bin 7 Jahre alt und wohne in Norden, Ostfriesland. Schreib doch mal. Viele Grüße. Edo.“

Zweifellos ein Dokument der fränkischen Zeitgeschichte. Fortan schrieben wir uns regelmäßig und zwei Jahre später besuchte ich Familie Kriegsmann für eine Woche. Edo und seine Schwester Carola nahmen mich mit zu den Pfadfindern und wir sahen uns die Seehundstation in Norddeich an. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, die bis heute hält.

 
 

Foto: Privat

 
 

Heute lebt Edo in Hamburg und gründete nach seinem Bachelor-Abschluss der Technischen Informatik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) im August 2011 sein eigenes Unternehmen interactive furniture. Edo werkelt seitdem in jeder freien Minute an der Etablierung seiner Idee. Er sicherte sich Domains und begeisterte befreundete Webdesigner, Werbetexter sowie Produktfotografen für sein ehrgeiziges Vorhaben.

Da es selbst im äußersten Nordwesten Deutschlands nachts dunkel wird, lebt gefährlich, wer zwischen Abendbrot und Frühstück still und heimlich die Friesenkeks-Dose im Erdgeschoss plündern möchte. Vor allem Senioren sind in den eigenen vier Wänden besonders gefährdet. Für Edo ein untragbarer Zustand. Er nutzte seine Affinität für innovative LED-Technik und entwickelte ein speziell auf Treppen ausgerichtetes, automatisches und von der Umgebung unabhängiges Beleuchtungssystem, welches sich Stufe für Stufe aktiviert, nach Verlassen der Treppe wieder ausdimmt und den Nutzer somit sicher zum Ziel führt.

Nach erfolgreichem Probebetrieb der ausgeklügelten Sensortechnik bei den betagten Großeltern in Norden (Landkreis Aurich) fühlte sich der Tüftler ermutigt, die Lichtsteuerung fortan für den professionellen wie privaten Bereich zu produzieren. Denn: Laut der Todesursachen-Auflistung des Statistischen Bundesamtes kamen im Jahr 2014 insgesamt 9.044 Bundesbürger durch einen häuslichen Unfall ums Leben. Die Aktion „Das Sichere Haus“ (DSH) schätzt, dass in Deutschland mehr als vier Millionen Senioren einmal pro Jahr stürzen.

Inzwischen kooperiert Edo mit ausgewählten Handels-und Installationspartnern, darunter dem in der Londoner Lexington Street ansässigen Lichtdesigner SKK Lighting und Unternehmen im Nachbarland Österreich. Seine energie-effiziente Steuerung erweist sich dabei zunehmend auch als Export-Renner und wurde von Hamburg aus nach Großbritannien, Spanien, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Schweiz, Österreich, Norwegen, Schweden und Italien ausgeliefert. Abnehmer sind dabei sowohl der Townhouse-Besitzer am Londoner Hyde Park, als auch der aufgeweckte Elektriker-Meister im beschaulichen Ostfriesland.

Der junge Norddeutsche setzt ganz auf „Made in Germany“: von der Entwicklung über die Produktion bis zum Vertrieb. Alle verwendeten Komponenten kommen – soweit irgend möglich – von deutschen Markenherstellern. Ein klasse Typ, der beweist: Ostfriesen und Franken verbindet vor allem eines: Kreativität und eine lebenslange Freundschaft!

Du hast Fragen, Wünsche, Anregungen oder konstruktive Kritik? Dann schreib mir eine E-Mail.

 
 
 
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