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andré puchta
 
 
 

Mein Verständnis

Da war er wieder, der Moment, in dem ich zwischen Schraubendreher, Waschtischarmatur und Motorsense die Trittschalldämmung schnitt - mehr schief als recht. Während meiner Ausbildung bemerkte man im Baumarkt schnell, dass ich von Bohrmaschinen und der Handwerker-Welt im Allgemeinen keine Ahnung habe. Aber ich hatte das Talent, die Dinger gut zu verkaufen.

Gemeingefährlich steuerte ich den Gabelhubwagen durch die Gegend, brachte den Rasentrimmer ohne Spule an den Mann, verwandelte Rosen zu Nelken und verkaufte – nach bestem Wissen und Gewissen – den falschen Spültisch-Siphon an den Kunden. Es waren lehrreiche 36 Monate und ich bin meinem Ausbilder bis heute dankbar für seine Geduld.

 
 

 
 

Gerd Döring war es, der mich vom ersten Tag an förderte, uns Azubi auf Berufswettkämpfe schickte und auch sonst ein Auge zudrückte, wenn es mal irgendwo klemmte. Ein cooler Typ, immer für eine Überraschung gut und als Marktleiter für seine Mannschaft brennend. Er war es auch, der mir ganz unscheinbar den Weg ebnete und kurzfristig freie Tage ermöglichte, damit ich meiner Leidenschaft nachgehen konnte: als Jugendreporter für die Heimatzeitung auf Achse zu sein.

Wir alle schreiben Bücher mit Geschichte, die wir niemals wieder korrigieren. Vieles ist unvorhersehbar und wäre es etwa nach meinem Vater gegangen, so stünde ich heute unbeholfen hinter der Werkbank, wild gestikulierend im Autohaus oder erfolgreich unbegabt als Elektriker zwischen zwei Stromschlägen. Das der Kelch an mir vorüberging, verdanke ich vielen Menschen, insbesondere jedoch meiner Mum, meiner Schwester und meinem langjährigen Wegbegleiter Peter, einem Arbeitskollegen der ersten Baumarkt-Stunde.

Als ich im Sommer 2001 sichtlich stolz den Kaufmannsgehilfenbrief in den Händen hielt und sich die Tage im Einzelhandel endgültig zu Ende neigten, warf ich meinen Anker in die große weite Welt. Ich schwor mir, niemals aufzugeben und meinen Weg zu gehen, auch wenn dieser eher steinig als fein geteert sein könnte. Als Quereinsteiger ohne Abitur lernte ich, dass kämpfen immer lohnt.

Wer Wertschätzung lebt, lebt sein Leben wertvoller. Immer wieder begegne ich Menschen, die ihre Gegenüber in Schubladen stapeln und Umgangsformen an den Tag legen, die ich in keiner Weise für gut halte. Blind vor Floskeln und Phrasen bleibt in Gesprächen zwischen vielen Worten nichts zu sagen. Die Kunst besteht darin, fremde und eigene Gefühle gut einzuschätzen und auch zu beeinflussen.

Als Kommunikator möchte ich emotional, transparent und nachhaltig bewegen, eigene Akzente setzen, ohne gezinkte Karten verständlich informieren und auf Augenhöhe mit dem Gesprächspartner agieren. Ich trete ein für ein von Respekt, Toleranz, Wertschätzung sowie Neugier und Offenheit geprägtes Miteinander.

Regelmäßig begrüße ich Nachwuchs-Journalist*innen aus Berlin und Brandenburg an meinem Arbeitsplatz und tausche mich auch als Gastredner seit Mai 2015 immer wieder mit Studierenden des Master-Studiengangs Marketing und Communication an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management in Berlin aus.

Als gebürtiger Oberfranke, Bayer, Süddeutscher, Wahl-Berliner, Europäer, Erdenbewohner, Linkshänder und Querdenker bewege ich mich täglich mit offenen Augen und Ohren durch die Welt, vernetze A mit B, treffe C und später D, tüftle an neuen Projekten und knüpfe strategische Partnerschaften. Ich bin hungrig auf den Austausch mit aufgeweckten Gegenübern - voller Neugierde, Offenheit und Unvoreingenommenheit. Dafür stehe ich ein. Das ist mein Verständnis.

Du hast Fragen, Wünsche, Anregungen oder konstruktive Kritik? Dann schreib mir eine E-Mail.

 
 
 
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